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Schönes Wetter lässt Herzen höher Schlagen

In den letzten Monaten hat sich viel verändert: die Zahl der aktiven COVID-19-Fälle, die regional unterschiedlichen Corona-Verordnungen aber auch alltägliche Dinge wie das Wetter. Viele dieser Dinge können die Vitaldaten unserer Spender:innen verändern, z.B. könnten gelockerte Ausgangsbeschränkungen, Feiertage und gutes Wetter zu mehr Sport und Aktivität und damit vielleicht auch zu einem höheren Ruhepuls führen.

Eine der großen Herausforderungen dieses Projektes ist die Identifikation und der korrekte Umgang mit diesen zahlreichen anderen Faktoren.

Ein gutes und anschauliches Beispiel ist hier das Wetter.

Was erwarten wir?

Das Wetter hat gleich auf verschiedenen Ebenen einen Einfluss auf die Vitaldaten. Zum einen kann gutes Wetter unser Verhalten verändern. Wenn Spender:innen bei gutem Wetter aktiver sind, sollte das insbesondere zu höheren Schrittzahlen führen. Soweit der gesunde Menschenverstand.

Zum anderen ist aus zahlreichen Studien bekannt, dass die Temperatur direkt Einfluss auf unsere Herzfrequenz hat. Bei angenehmer Zimmertemperatur ist die Pulsrate am niedrigsten. Friert oder schwitzt der Körper, nimmt die Pulsrate leicht zu.

Allerdings entspricht die Außentemperatur natürlich nicht unbedingt der Temperatur, der unser Körper direkt ausgesetzt ist.

Weniger Aktivität bei Regen und Wolken

Das Wetter hat natürlich viele Facetten: Temperatur, Niederschlag, Windgeschwindigkeiten, Bewölkung u.v.m. Deren Einfluss auf die Vitaldaten ist unterschiedlich.

Wolken und Sonnenschein haben einen Einfluss auf unser Verhalten, aber keinen direkten Einfluss auf unseren Körper:

Ruhepuls und Schrittzahl in Abhängigkeit von Bewölkung und Niederschlag: Der Ruhepuls der Spender:innen korreliert nicht mit der Bewölkung oder dem Niederschlag. Die Schrittzahl schon: Ist der Himmel bedeckt oder regnet es werden weniger Schritte gelaufen. Alle Werte wurden tagesweise aggregiert.

Hier sind die Tagesdurchschnittswerte für die Schrittzahl und Pulsrate gegen die Bewölkung und die Niederschlagsmenge (nach Spender:innenanzahl lokal gewichtet) aufgetragen. Da das Wetter natürlich nur ein Faktor von vielen ist, sind die Plots recht verrauscht (z.B. sind die Werte an Wochenenden höher). Die Linien (lineare Regression) dienen der Orientierung und zeigen die generellen Trends an. Wir sehen, dass der Ruhepuls komplett unbeeinflusst von der Bewölkung und der Niederschlagsmenge (horizontale Regressionsgerade) ist, aber die Schrittzahl bei mehr Regen und Wolken leicht abnimmt (Regressionsgerade fällt ab).

Temperatur beeinflusst Ruhepuls

Die Temperatur hat einen eindeutigeren Einfluss auf den Ruhepuls:

Ruhepuls und Außentemperatur: Links: Der tageweise aggregierte Ruhepuls in Abhängigkeit der Außentemperatur. Die Regressionsgerade nimmt eindeutig zu, also ist der Ruhepuls bei höherer Außentemperatur im Durchschnitt auch höher. Rechts: Die gleichen Werte geordnet nach Datum. Die Farbe zeigt die Durchschnittstemperatur an. Wir sehen, dass die Korrelation im gesamten Zeitraum zu beobachten ist.

Der Ruhepuls korreliert eindeutig mit der Außentemperatur. Dabei sehen wir allerdings keinen Anstieg des Pulses bei niedrigen Temperaturen. Das kann zum einen daran liegen, dass hier die durchschnittliche Tagestemperatur angegeben ist, die Tageshöchsttemperaturen sind entsprechend höher. Außerdem verhindern Heizungen und warme Kleidung möglicherweise den Großteil des Einflusses niedriger Temperaturen.